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Das Derby, das keiner absagen wollte

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Platzhalter – der Platz am Donnerstag vor dem Spiel.
Foto 1 von 2Platzhalter – der Platz am Donnerstag vor dem Spiel.

Drei Kilometer Luftlinie, ein seit Wochen unbespielbarer Platz und zwei Vereine, die sich nicht einigen können. Am Sonntag wird trotzdem angepfiffen.

Es gibt Spiele, die verlegt werden, weil der Platz nicht mitmacht. Und es gibt dieses. Seit dem Dauerregen der vergangenen zwei Wochen steht auf der Ostseite das Wasser, der Platzwart hat abgeraten, der Staffelleiter hat es freigestellt — und beide Vereine haben unabhängig voneinander erklärt, dass sie spielen wollen.

Wer die Geschichte der beiden Klubs kennt, wundert sich darüber nicht. Eine Verlegung hätte bedeutet, dass einer von beiden zuerst nachgibt.

Die letzten fünf Duelle

Auffällig ist weniger die Bilanz als die Zuschauerzahl. Kein anderes Spiel der Staffel kommt über dreihundert, dieses ist fünfmal in Folge darüber geblieben — auch in der Saison, in der beide Mannschaften gegen den Abstieg spielten.

Worauf es am Sonntag ankommt

Auf einem Boden, der nach zwei Wochen Regen kaum Tempo zulässt, verlieren die Gäste ihre größte Stärke. Ihr Spiel lebt von schnellen Verlagerungen auf die Außenbahnen, und genau dort steht das Wasser am höchsten. Die Gastgeber spielen ohnehin lieber durch die Mitte.

„Wir haben nicht gefragt, ob der Platz gut ist. Wir haben gefragt, ob er bespielbar ist. Das ist er.“
Trainer der Gastgeber, am Donnerstag

Angepfiffen wird am Sonntag um fünfzehn Uhr. Der Eintritt beträgt wie immer sechs Euro, Schüler und Mitglieder zahlen nichts, und der Kuchenstand öffnet eine Stunde vorher — auch das gehört zu diesem Spiel dazu.

Platzhalter – die Ostseite, auf der das Wasser steht.
Foto 2 von 2Platzhalter – die Ostseite, auf der das Wasser steht.